Abenteuer im eigenen Garten -mit deinem Handy & Makrolinse

Asiatischer Marienkäfer

Unser kleiner Freund, der Marienkäfer

Marienkäfer sehen irgendwie niedlich aus. Aber Vorsicht! Manchmal trügt der erste Eindruck. Marienkäfer und ihre Larven sind Raubtiere und gar nicht so sanft, wie sie vielleicht erscheinen. Marienkäfer ernähren sich von Blattläusen und wenn sie über ihre Beute herfallen, ist das nichts für zarte Gemüter.

Du kannst Marienkäfer und ihre Larven dort finden, wo es Blattläuse gibt:

Diese findest du vor allem an weichen Triebspitzen oder Knospen, aber auch häufig an der Blattunterseite z. B. an Hainbuchen. Sie befallen praktisch jede Pflanze (aber sie mögen besonders Rosen, Bohnen, Rauke, Wicken, selbst vor Brennnesseln machen sie nicht halt.)

 

Blattläuse

Wenn du erst Blattläuse gefunden hast, sind meist auch die Marienkäfer und ihre Larven nicht weit.

Marienkäfer-Larve

Noch ein paar Infos zu unserem schnuckligen kleinen Freund:

Wie meist im Tierreich warnt eine auffällige Farbe: Achtung, ich bin giftig oder ich schmecke grausam. So auch bei dem Marienkäfer. Er schmeckt wohl scheußlich. Wird ein Marienkäfer angegriffen, presst er sich fest auf den Boden, es bleiben nur die harten Deckflügel als Angriffsfläche. Marienkäfer werden auch häufig von Ameisen angegriffen. Ameisen pflegen und melken Blattläuse und finden es gar nicht lustig, wenn ihre “Zuckerkühe” vernascht werden.

Wenn das “Auf-den-Boden-Pressen” nicht funktioniert, laufen Marienkäfer aus. Was da aus ihnen heraus läuft, schmeckt und riecht ekelig. Diese Verteidigungstechnik heißt “Reflex-Bluten”. Die Flüssigkeit tritt an den Beinen aus und verteilt sich durch Furchen über den ganzen Körper.

Bei manchen Fressfeinden helfen alle  Maßnahmen nicht und sie fressen gerne unseren kleinen Freund. Aber so ist das Leben!

Und jetzt bist du an der Reihe: Geh’ am besten gleich los und suche deinen Marienkäfer!

 

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