Auch du kannst Makro!

Maker:S,Date:2017-9-10,Ver:6,Lens:Kan03,Act:Lar02,E-Y,E-ver:20190502.5524043.002.000?
Makro von einer abgeblühten Storchschnabel-Blüte

Wenn Du auf Instagram, Flickr oder Pinterest unterwegs bist und eine beeindruckende Nahaufnahme einer Blume, eines Insekts oder sogar eines Schmuckstücks gesehen hast, hast du dich vielleicht gefragt, ob auch du das kannst – insbesondere wenn du keine Profi-Kamera hast.

Zum Glück musst du dir keine teure DSLR oder Makro-Objektive kaufen, um solche Aufnahmen zu machen. Alles, was du brauchst, ist ein Handy, eine Makrolinse und ein bisschen Experimentierfreudigkeit.

In diesem Artikel gebe ich dir einige Tipps, die dir helfen, professionelle Makroaufnahmen mit dem Handy zu machen.

 

Makrolinsen einsetzen

Während einige Handys über einen Makromodus verfügen, kannst du mit deinem Smartphone am einfachsten super Makrofotos knipsen, wenn du dir eine Makrolinse besorgst. Im besten Fall eine von unseren LilScope-Linsen. Welche Vergrößerung du wählen solltest, hängt von deinen gewünschten Motiven ab. Wenn dein Smartphone schon über einen Makromodus verfügt, kannst du mit einer Makrolinse noch näher an das Motiv herangehen und alles noch größer ablichten.

Staubgefäße der Wegwarte
Staubfäden einer Wegwarte
Foraminiferensand
Sternensand aus Okinawa

Beleuchtung

Wie bei jeder Fotografie ist die Beleuchtung für gute Makroaufnahmen von entscheidender Bedeutung. Tageslicht ist wahrscheinlich die beste und einfachste Beleuchtung.

Du kannst im Sonnenaufgang und -untergang fotografieren,  um die besten Lichteffekte zu erzielen.

Wenn es zu dunkel ist, kann die Smartphone-LED genutzt werden. Bei einigen Handy-Marken ist diese Funktion schon in der nativen Fotografie-App integriert, sonst können auch Apps mit dieser Funktion heruntergeladen werden.

Ein Diffusor für die Handy-LED hilft, Reflexionen zu vermeiden. Allerdings kann der Schattenwurf, der durch stärkeres Licht hervorgerufen wird, dein Foto interessanter aussehen lassen.

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Apfelblüte
Mistelfrucht mit der Handy-LED beleuchtet.
Mistel-Frucht

Fokus und Gestaltung

Bei Makrofotos gibt es unzählige Möglichkeiten, das passende Motiv zu finden. Die Schärfentiefe ist jedoch begrenzt. Je größer die Vergrößerung, desto kleiner ist der Schärfebereich in den Bildern. Dies kann zu überraschenden Fotos führen, die du möglicherweise so nicht von deinem Handy erwartet hättest (sowohl im positiven als auch im negativen Sinn). Mach einfach mehrere Fotos (z.B. mit der Burst-Funktion), wobei du auf unterschiedliche Objekte scharf stellst.

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Blüte der Wegwarte, auf die Staubfäden fokussiert
Wegwarte mit LilScope Makrolinse fotografiert.
Blüte der Wegwarte, auf den Blütenboden fokossiert

Bildausschnitt

Manchmal ist dein gewünschtes Motiv zu groß, um es vollständig einzufangen, selbst mit der kleineren Vergrößerung (z.B. 5-fach), sodass du möglicherweise nur einen Teil des Motivs, wie die Mitte der Blume oder einige Blütenblätter, abbilden kannst. Dies ist der kreative Teil der Makrofotografie! Du kannst das Motiv aus verschiedenen Perspektiven aufnehmen, direkt von oben, von der Seite oder sogar von unten. Experimentiere mit verschiedenen Winkeln für dasselbe Motiv.

Blüte Makrofoto
Anemonenblüte
Makrofoto von Blüte
Anemonenblüte aus einem anderen Blickwinkel

Und immer daran denken: Möglichst wenig wackeln. Du kannst auch gerne ein Stativ benutzen. Aber im Allgemeinen reicht es, sich an sich selbst oder an seiner Umgebung  etwas abzustützen.

Und jetzt viel Spaß beim Fotografieren. Denn das ist immer am Wichtigsten: Freude an dem, was man tut!

Über Anregungen oder Kommentare würde ich mich sehr freuen!

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